DER DURCHBRUCH.
|
Startseite
Coach
Aktuell
|
„Somatische Marker nehmen uns
das Denken nicht ab. Sie helfen uns beim Denken, indem sie einige
(gefährliche oder günstige) Wahlmöglichkeiten ins rechte Licht rücken
und sie rasch aus allen weiteren Überlegungen ausklammern. Sie können
sich das Ganze als ein automatisches System zur Bewertung von
Vorhersagen vorstellen, dass die außerordentlich verschiedenen Szenarien
Ihrer Zukunft beurteilt, ob sie es wünschen oder nicht. Es handelt sich
gewissermaßen um einen Tendenzapparat.“ Denken kann der Bauch zwar nicht, aber er fühlt und erinnert sich. Dazu braucht er keine konkreten Informationen, keine abgelegten Gedanken an Vergangenes, keine Träume und keine direkten Emotionen. Keine einzige dieser gespeicherten Erfahrungen ist konkret abrufbar. Doch die psychosomatischen Markierungs-punkte, die somatischen Marker, geben uns einen Vorgeschmack auf das kommende Befinden. Das Bauchgefühl drängt die Kopfhirnentscheidungen dann in eine bestimmte Richtung, nachdem der Bauch die Emotion an den Kopf gemeldet hat. Intuition: Sie werden jetzt denken, klar, das kenne ich. Das ist nichts weiter als Intuition. Falsch! Das, was Sie als Intuition im Körper spüren, ist nichts anderes als gespeicherte Vergangenheit. Was durch einen aktuellen Vorgang, ein Problem meistens, nach oben kommt. Das Fatale ist nun, das Sie dieses aktuelle Problem mit ihren Erfahrungen aus der Vergangenheit lösen wollen, intuitiv eben. Und so sieht die Lösung dann aus… eine Kopie ihrer vergangenen. Okay, das muss nicht immer falsch sein. Aber Hand aufs Herz, die Herausforderungen, denen sich ein engagierter Mensch heute stellt, sind anders. Wir leben in einer Epoche des offenen Werdens, in der wir mit der Selbst-Beschleunigung von Prozessen umgehen müssen. Man muss immer häufiger und schneller entscheiden, bei wachsender Ungewissheit. Das schaffen wir nicht mit der Ausrüstung von gestern. Deshalb sind die somatischen Marker wichtig. Als Brücken zur Zukunft. Diese Brücken sind Punkte, die sich im Körper-Fleisch befinden und die man von außen aktivieren kann. Wichtige Somatic-Marker sind z.B.: Fontanelle, Stirn, Bauch / Nabel-Zone, Knie und andere. Alles, was sich im Mind
abspielt, kann man im Körper orten. Dr. Maja Storch ist Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich. Sie hat ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema geschrieben: „Das Geheimnis kluger Entscheidungen“, Pendo-Verlag Zürich. Darin und in zahlreichen Interviews beschreibt sie, das gute Entscheidungen aus dem Zusammenspiel von Verstand und Gefühlen entstehen: Gute Entscheidungen sind die, bei denen Verstand und somatische Marker zum selben Ergebnis kommen. Storch: „Eine Handlung, die man nur mit Bauchschmerzen vollzieht, ist aus psychologischer Sicht immer suboptimal abgestützt.“ Im Seminar DER DURCHBRUCH werden
verschiedene Übungen eingesetzt, welche die Somatischen Marker
aktivieren. Professor Richard Dawkins (lt. Spiegel 43/2006 der
einflussreichste Biologe unserer Zeit) beschreibt in seinem Buch „Der
entzauberte Regenbogen“ (Reinbek 2000) einige Fakten, die zumindest in
Ansätzen erklären können, wie die Wirkung ist. Dawkins bittet seine
Leser, ein Experiment zu machen. Man soll sich solange um die eigene
Achse drehen, bis einem wirklich schwindelig wird. Und dann soll man
stehen bleiben und geradeaus blicken. Und wenn man das genauso macht,
dann passiert tatsächlich das, was er vorhersagt: Man bleibt stehen,
aber die Umwelt scheint sich weiterzudrehen. Wir durchbrechen
unsere Wirklichkeit, um mit einer Wirklichkeit fertig zu werden, für So reichen schon einige wenige Bewegungen oder bestimmte, 'belegte', Körperhaltungen, um eine vergleichbare Erfahrung auszulösen. Der Nobelpreisträger Gerald M. Edelman nannte diese ein "motorisches Ensemble". Die Wirkung ist nachhaltig und kann jederzeit im Alltag abgerufen werden. Finanzprofessor Günter Löffler erklärt in der Welt am Sonntag vom 19.10.2008, wie die Psyche in der Krise unser Handeln beeinflusst: Nicht dem ersten Impuls nachgeben! Löffler: „Ja, die Sparer sind verunsichert. Und in dem Maße, wie sich ihre Wahrnehmung einer bisher für selbstverständlich gehaltenen Sicherheit verändert, sind sie anfällig für den Einfluß von Gefühlen, in diesem Fall je nach Typ Sorge, Angst oder Panik.“ Frage: „Was passiert denn genau im
Kopf, wenn sie einem Kollegen erzählen, sie hätten Gold gekauft oder ihr
Tagesgeld in eine Bundesanleihe getauscht?“ Frage: „Sagt man nicht, Angst sei
ein schlechter Ratgeber?“
„Am besten wird am
Ende der Bestvorbereiteste [Theodore Weisberg, Finanzmakler] |
||